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Aktiv für Angler, Fische und Gewässer
Wir sind ein Zusammenschluss aus
[anzahl_vereine] niedersächsischen Angelvereinen
‍mit insgesamt über 100.000 Mitgliedern.
Gewässerwartelehrgänge
Zweimal im Jahr führt der AVN eine fünftägige Fortbildung zum Gewässerwart durch. Für die Anerkennung durch den Landkreis benötigt dein Angelverein hinreichend ausgebildete Gewässerwarte. Bei uns wirst du für diesen vielfältigen und verantwortungsvollen Job fit gemacht.
Fortbildungen für Jugendleiter
Einmal im Jahr bietet der AVN eine Fortbildung für Jugendleiter an. Die Teilnahme kann in manchen Fällen auch für die Verlängerung der Jungeldleitercard (JuLeiCa) anerkannt werden. JuLeiCa Grundkurse kannst du ebenfalls über AVN oder über einen anderen Träger belegen.
Presse-und Öffentlichskeitsarbeit
Dazu gehören regelmäßige Pressemitteilungen, die Teilnahme an Messen und Veranstaltungen, Veröffentlichungen (z. B. Faktenschecks zu kontroversen Themen), Zeitschriftenartikel sowie öffentliche Seminare und Vorträge.
Fischbestandsuntersuchungen
Mittels Elektro- Netz- und Reusenfischerei, finden wir heraus welche Fisch- oder Krebsarten, Fischdichten und Größenzusammensetzungen Dein Fischbestand aktuell aufweist. Diese Daten sind wichtig für dein Fischereimanagement.
Pressetisch & Verbandsnews
04.11.2025
Rückkehr der Edelkrebse in den Kreis Rotenburg (Wümme) – Angler und Naturschützer siedeln vom Aussterben bedrohte Tierart an
Pressemitteilung, 05.11.2025 | „Gepanzerter Edelritter“, so bezeichnet der Anglerverband Niedersachsen eine heimische Krebsart, die ums Überleben kämpft: den Edelkrebs. Der im Süßwasser lebende Großkrebs kann stolze 20 Zentimeter lang werden. Doch er ist seit Jahrzehnten nahezu flächendeckend aus unseren Gewässern verschwunden – verdrängt von gebietsfremden Krebsarten, die nicht nur um Nahrung und Lebensraum konkurrieren, sondern auch die für Edelkrebse tödliche Krebspest verbreiten. lm Landkreis Rotenburg (Wümme) sollen die vom Aussterben bedrohten Scherenträger nun wieder eine Heimat finden. Der Angelverein „Angelfreunde Ahausen“ und die kreiseigene Stiftung Naturschutz stellen zwei Gewässer als sicheres Refugium zur Verfügung. Insgesamt 400 Edelkrebse wurden hier eingesetzt. Die seltenen Tiere mit dem lateinischen Artnamen Astacus astacus stammen aus einem Nachzuchtprogramm des Anglerverbands Niedersachsen (AVN).
Die letzten ihrer Art
„Diese Edelkrebse sind eine echte Kostbarkeit für das Naturerbe Niedersachsens“, betont Helmut Speckmann vom AVN. Der Fischereibiologe kümmert sich beim Verband um den Erhalt selten gewordener Fische und Krebse. In Hannover vermehrt Speckmann Nachkommen einer Edelkrebspopulation aus dem südniedersächsischen Bergland. Mittlerweile ist diese Freilandpopulation erloschen. Speckmann trägt also Sorge für die letzten ihrer Art. Auf der AVN-Teichanlage werden die raren Tiere unter naturnahen Bedingungen gehalten und vermehrt. Nach rund zwei Jahren ist der Nachwuchs vier bis sechs Zentimeter groß. Diese sogenannten zweisömmrigen Krebse werden im Oktober abgefischt. In diesem Jahr hat der Anglerverband rund 950 Jungkrebse für den Arterhalt gewinnen können. Knapp die Hälfte davon ist nun – dank der Angelfreunde Ahausen und der Stiftung Naturschutz – in den Kreis Rotenburg (Wümme) gekommen. Die anderen Tiere werden durch ausgewählte Angelvereine, Naturschutzbehörden oder Fischereigenossenschaften in geeignete Gewässer ausgebracht.
Kreis Rotenburg (Wümme) wird eines der letzten Refugien
Für dieses Wiederansiedlungsprojekt ist es mitunter gar nicht so einfach, passende Teiche zu finden. Denn sobald Gewässer in Kontakt mit gebietsfremden Krebsarten – wie Kamberkrebs, Signalkrebs, Marmorkrebs, Amerikanischer Sumpfkrebs oder Galizischer Sumpfkrebs – gekommen sind, werden diese in der Regel für den heimischen Astacus astacus zur Todeszone. Grund dafür ist die sogenannte Krebspest, eine Pilzerkrankung, die von eingeschleppten Krebsarten übertragen wird und für Edelkrebse fast immer tödlich verläuft. Da der Erreger hochinfektiös ist, haben schon ein Wirtstier oder sogar verunreinigtes Fischereigerät das Potential, eine Edelkrebspopulation in einem Gewässer vollständig auszulöschen. Zudem sind die invasiven Krebsarten auf dem Vormarsch. Sie vermehren sich nahezu ungebremst entlang von Fließgewässern und können auch über Land krabbeln, um sich neue Lebensräume zu erschließen. Die Folge: Nur noch in abgelegenen Quellbächen und separierten Stillgewässern halten sich noch kleine Restbestände von Edelkrebsen. Dass im Kreis Rotenburg (Wümme) nun Gewässer gefunden wurden, die den strengen Kriterien genügen, ist also durchaus etwas Besonderes.
Was können wir für Edelkrebse tun?
Auch Privatpersonen können mithelfen, dass unsere größten heimischen Großkrebse erhalten bleiben –zumindest indirekt.  Der Anfang vom Ende des Astacus astacus liegt in der Mitte des 19. Jahrhunderts: Damals wurden aus Übersee gezielt nicht heimische Süßwasserkrebse eingeführt, mit den unbedachten, tödlichen Folgen für heimische Edelkrebse. Darum ist es wichtig, Zierkrebse aus Aquarien, Gartenteichen oder dem Tierhandel nicht aus falsch verstandener Tierliebe, Bequemlichkeit oder Leichtsinn in die freie Wildbahn zu entlassen. Bei Unsicherheiten, welche Arten sich im eigenen Nass tummeln, kann man beim Expertenteam des AVN nachfragen. Auch hat der Verband eine sogenannte Alien-Spotter-App zum Download entwickelt. Die Nutzer können darüber Funde nicht heimischer Fisch- und Krebsarten in Niedersachsens Gewässern melden. Solch eine Meldung ändert zwar nichts am Bestand, aber zumindest wird die Verbreitung gebietsfremder „Aliens“ so dokumentiert.Mehr zum AVN-Projekt Edelkrebs
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01.09.2025
NDR berichtet über AVN-Gewässerwartelehrgang bei Hallo Niedersachsen – Hier den Beitrag vom 01.09.2025 anschauen!
NDR | Hallo Niedersachsen, 01.09.2025. Urlaub am See, Fahrt über den Fluss, Baden im Teich – die meisten Menschen halten sich in Ferien und Freizeit gerne am Wasser auf. Aber sind Gewässer immer automatisch ein guter Lebens- und Erholungsraum für Tiere, Pflanzen und Menschen? „Auf keinen Fall“, betont AVN-Biologe Matthias Emmrich. In Niedersachsen sind es sehr häufig Angelvereine, die die Pflege von Bächen, Flüssen, Seen und Teichen vor Ort übernehmen. Matthias ist Lehrgangsleiter für einen Gewässerwartekurs, den der AVN zweimal jährlich anbietet. Ehrenamtlich engagierte Anglerinnen und Angler werden in dem fünftägigen Vollzeitlehrgang fit dafür gemacht, ihre Gewässer möglichst nachhaltig zu gestalten. Knapp 60 Absolventen werden jährlich in der „Schule am Wasser“ ausgebildet. So auch vom 25. – 29. August 2025. Wir freuen uns sehr, dass der NDR den Kurs besucht hat und am 01.09.2025 bei Hallo Niedersachsen zur besten Sendezeit um 19.30 Uhr einen dreieinhalbminütigen Beitrag ausstrahlte.

Hier den Beitrag anschauen

Gewässerwarte: Im Einsatz für Gewässer und Fische NDR | Hallo Niedersachsen, 01.09.2025, 19:30Uhr, 4 Minuten, verfügbar bis zum 01.09.2027

Mehr über den Kurs

Anglerinnen und Angler übernehmen ehrenamtlich Verantwortung für unsere Gewässer
Sie kommen aus dem Harz, der Heide oder aus Ostfriesland – zum Gewässerwartekurs in Hannover sind 27 Anglerinnen und Angler aus ganz Niedersachsen angereist. Und sie alle haben eine Gemeinsamkeit: Verantwortung übernehmen! Für ihren Angelverein zu Hause und für die Gewässer, die dieser bewirtschaftet. Denn was viele nicht wissen: Auch Wasserkörper und ihre Bewohner können sehr unterschiedlich entwickelt werden. Was wir als selbstverständlich ansehen –zum Beispiel, dass es Wege zu unserem Lieblingsteich gibt oder dass uns dort viele sogar sehr seltene Arten erfreuen –, ist häufig das Ergebnis unermüdlicher Einsätze der Gewässerinhaber oder -pächter. In Niedersachsen sind das oftmals Angelvereine. In den Kurs kommen sie mit Fragen wie: „Wir haben keine Pflanzen in unserem See. Wie kann ich da mehr Leben reinbringen?“, „Wie kann ich Fischbesatz planen und gefährdete Arten fördern?“ oder „Wie hängt was zusammen?“. Auf all das bietet das Intensivseminar Antworten. Vormittags mit Theorie auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse, nachmittags mit praktischen Übungen am Wasser.
„Mal wieder die Schulbank drücken“
Ein Teilnehmer hat eine Wasserprobe dabei. Das heimische Vereinsgewässer ist umgekippt. Die Probe wird noch direkt im Kurs analysiert. Auch das lernen die Anglerinnen und Angler beim AVN. Andere wollen wissen, wie man die Interessen von Badegästen und Angelvereinen unter einen Hut bringen kann. Eine Frage, die auf offene Ohren stößt, denn auch die gesellschaftliche Bedeutung des Angelns mit allen positiven und polarisierenden Effekten wird in dem Kurs unter Einbezug aussagekräftiger Studienergebnisse behandelt. Ein Angler aus Gifhorn grinst und meint: „Ich musste mal wieder die Schulbank drücken und mein Wissen auffrischen.“ Ein Engagement, das Respekt verdient. Denn die meisten der Teilnehmenden stehen im Berufsleben und mussten sich für ihren Platz auf der Schulbank vom Dienst freistellen lassen.

Impressionen vom Kurs am 25. – 29. August 2025. Danke an alle engagierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer!

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31.07.2025
SPD-Sommertour: Besuch bei Quappe und Edelkrebs
Eine Gruppe der SPD-Regionsfraktion Hannover mit der Vorsitzenden der Regionsversammlung, Christina Schlicker, (im Bild 2. von rechts) besuchte am Mittwoch im Rahmen ihrer traditionellen Sommertour die Teichanlage des AVN in Poggenhagen. AVN-Mitarbeiter Helmut Speckmann und Besitzer Steffen Göckemeyer führten die Gäste über die Anlage und erläuterten die Hintergründe zu den Artenschutzprogrammen des AVN für den vom Aussterben bedrohten Edelkrebs (Rote Liste 1) und die bedrohte Quappe (Rote Liste 3). Helmut Speckmann wies die Politiker darauf hin, wie wichtig die Rolle des Ehrenamtes und speziell von Anglerinnen und Anglern bei der Rettung bedrohter Fisch- und Krebsarten und ihrer Lebensräume sei. Gerade der Edelkrebs hätte ohne das Engagement vieler AVN-Vereine in Niedersachsen keine Perspektive. Gleiches gelte für die bedrohte Quappe, deren erfolgreiche Nachzucht und Wiederansiedlung derzeit nur in Kooperation mit hiesigen Angelvereinen, Teichwirten und Fischereibetrieben möglich sei.  
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25.06.2025
Experten: Angelvereine extrem wichtig für Fischartenschutz

Die AVN-Artenschutzprojekte für Edelkrebs und Quappe standen im Fokus eines Netzwerktreffens mit dem LAVES, Dezernat Binnenfischerei. Diensstellenleiter Lutz Meyer, Dr. Julia von Dassel Scharf, Dr. Markus Diekmann, Nico Sähn und Philipp Tölle zeigten großes Interesse für die Arbeit von AVN-Mitarbeiter Helmut Speckmann auf der Teichanlage in Poggenhagen.

Edelkrebse auf dem Vormarsch
Invasive Krebsarten und die Identifikation potentiell geeigneter Besatzgewässer sind ein Dauerthema beim LAVES. Der Sicherung der letzten rein niedersächsischen Population, die beim AVN vermehrt wird, und der Wiederansiedlung in geeigneten Stillgewässern durch die AVN-Mitgliedsvereine kommt daher eine übergeordnete Bedeutung zu, sind sich die Experten einig. So würden Satellitenpopulationen aufgebaut, die im Falle des Ausbruches der Krebspest dazu beitragen, den autochthonen Bestand aus dem Weser-Einzugsgebiet zu sichern. In den 1990er Jahren seien oft aus Unwissenheit und mangelnder Verfügbarkeit Edelkrebse etwa aus Bayern und anderen Bundesländern auch in Niedersachsen besetzt worden, was zu einer genetischen Vermischung der hiesigen Bestände geführt habe. Oftmals erhielte das Dezernat Foto-Anfragen wie: "Was ist denn das eigentlich für ein Krebs?" Die Bestimmung der in Niedersachsen vorkommenden Krebsarten sei nicht nur für Angler mitunter schwierig - insbesondere, wenn es sich um Neuvorkommen handele oder weniger bekannte Arten wie den Galizischen Sumpfkrebs oder den Marmorkrebs. Für alle Interessierten: Auf der AVN-website unter downloads findet ihr eine einfache Bestimmungshilfe für alle Krebs-Arten, die der AVN zusammen mit dem Alfred Wegener Institut entwickelt hat. (ganz unten: "Artensteckbriefe Neobiota")
Einblicke in die Quappen-Vermehrung
Nach dem Rekordjahr bei der Quappen-Nachzucht konnte Helmut Speckmann der LAVES-Delegation einige der wertvollen Elterntiere  vorführen, die auf der Teichanlage für diese tollen Erfolge verantwortlich waren: bullige, wunderschön gezeichnete Fische mit weit über 60 cm Länge. Er betonte, wie wichtig auch hier die Unterstützung durch die zahlreichen AVN-Vereine sei, die in der Vergangenheit bereits Quappen besetzt hätten und jetzt laichfähige Elterntiere in die Nachzucht einbringen würden. Auch die Berufsfischerei entlang der Weser lieferte in den vergangenen Jahren immer wieder stattliche Quappen, die zu einer Auffrischung des Genpools auf der AVN-Anlage beitragen würden. Die Zusammenarbeit mit dem Fischereibetrieb Aschauteiche habe sich als wahrer Glücksgriff herausgestellt: Dort wachsen die Quappenlarven in Naturteichen bis zur Besatzfischgröße heran. 2025 waren es mehr als 150.000. Mehr als 50 Vereine hätten 2025 Quappen besetzt, berichtete Helmut Speckmann. Dazu kommt Besatz in den AVN-Verbandsgewässern wie Mittellandkanal, Dümmer und Steinhuder Meer.
Fachgespräch mit Weser-Wels vom Grill
Beim gemeinsamen Essen mit Welsfilets vom Grill und dem folgenden Fachgespräch ging es unter anderem um die möglichen Inhalte der neuen Binnenfischereiordnung und des Fischereigesetzes, um das Zander-Monitoring des AVN am Steinhuder Meer und um das Thema Fischereiaufsicht. „Überschattet“ wurde das Treffen vom Notruf der Vereine an der Hahle und Nathe am Tag nach dem massiven Fischsterben (wir berichteten) in den beiden Rhume-Zuflüssen. Neben dem ständigen fachlichen Austausch, der ohnehin auf sehr kollegialer Basis stattfindet, soll auch im nächsten Jahr ein derartiges Netzwerktreffen stattfinden.Bild oben: LAVES-Delegation auf der AVN-Teichanlage Bild unten: Wels auf Ansage - 139cm frisch aus der WeserBild oben: Helmut Speckmann präsentiert Dr. Julia von Dassel Scharf, Nico Sähn (im Hintergrund) und Philipp Tölle vom LAVES ein eiertragendes Edelkrebsweibchen Bild unten: sinnvolle Wels-Verwertung inklusive
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31.12.1969
Experten: Angelvereine unverzichtbar beim Fischartenschutz

Die AVN-Artenschutzprojekte für Edelkrebs und Quappe standen im Fokus eines Netzwerktreffens mit dem LAVES, Dezernat Binnenfischerei. Diensstellenleiter Lutz Meyer, Dr. Julia von Dassel Scharf, Dr. Markus Diekmann, Nico Sähn und Philipp Tölle zeigten großes Interesse für die Arbeit von AVN-Mitarbeiter Helmut Speckmann auf der Teichanlage in Poggenhagen.

Edelkrebse auf dem Vormarsch
Invasive Krebsarten und die Identifikation potentiell geeigneter Besatzgewässer sind ein Dauerthema beim LAVES. Der Sicherung der letzten rein niedersächsischen Population, die beim AVN vermehrt wird, und der Wiederansiedlung in geeigneten Stillgewässern durch die AVN-Mitgliedsvereine kommt daher eine übergeordnete Bedeutung zu, sind sich die Experten einig. So würden Satellitenpopulationen aufgebaut, die im Falle des Ausbruches der Krebspest dazu beitragen, den autochthonen Bestand aus dem Weser-Einzugsgebiet zu sichern. In den 1990er Jahren seien nämlich oft aus Unwissenheit und mangelnde Verfügbarkeit Edelkrebse etwa aus Bayern und anderen Bundesländern auch in Niedersachsen besetzt worden, was zu einer ungünstigen Vermischung der Bestände geführt habe. Oftmals erhielte das Dezernat Anfragen wie: "Was ist denn das eigentlich für ein Krebs?" Die Bestimmung der in Niedersachsen vorkommenden Krebsarten sei auch für Angler mitunter schwierig - insbesondere, wenn es sich um Neuvorkommen handele oder weniger bekannte Arten wie den Galizischen Sumpfkrebs oder den Marmorkrebs. Für alle Interessierten: Auf der AVN-website unter downloads findet ihr eine tolle Bestimmungshilfe für alle Krebs-Arten, die der AVN zusammen mit dem Alfred Wegener Institut entwickelt hat. (ganz unten: "Artensteckbriefe Neobiota")
Einblicke in die Queppen-Vermehrung
Nach dem Rekordjahr bei der Quappen-Nachzucht konnte Helmut Speckmann der LAVES-Delegation einige der wertvollen Elterntiere  vorführen, die auf der Teichanlage für diese tollen Erfolge verantwortlich waren: bullige, wunderschön gezeichnete Fische mit weit über 60 cm Länge. Er betonte, wie wichtig auch hier die Unterstützung durch die zahlreichen AVN-Vereine sei, die in der Vergangenheit bereits ihrerseits Quappen besetzt hätten und jetzt laichfähige Elterntiere in die Nachzucht einbringen würden. Auch die Berufsfischerei entlang der Weser lieferte in den vergangenen Jahren immer wieder stattliche Quappen, die zu einer Auffrischung des Genpools auf der AVN-Anlage beitragen würden. Die Zusammenarbeit mit dem Fischereibetrieb Aschauteiche habe sich als wahrer Glücksgriff herausgestellt: Dort wachsen die Quappenlarven in Naturteichen bis zur Besatzfischgröße heran. Insgesamt mehr als 50 Vereine hätten 2025 Quappen besetzt, berichtete Helmut Speckmann. Dazu kommt Besatz in den AVN-Verbandsgewässern wie Mittellandkanal, Dümmer und Steinhuder Meer.
Fachgespräch mit Weser-Wels vom Grill
Beim anschließenden gemeinsamen Essen mit selbst geangeltem Wels vom Grill und dem folgenden Fachgespräch ging es unter anderem um die möglichen Inhalte der neuen Binnenfischereiordnung und des Fischereigesetzes, um das Zander-Monitoring des AVN am Steinhuder Meer und um das Thema Fischereiaufsicht. „Überschattet“ wurde das Treffen vom Notruf der Vereine an der Hahle und Nathe am Tag nach dem massiven Fischsterben (wir berichteten) in den beiden Rhume-Zuflüssen. Neben dem ständigen fachlichen Austausch, der ohnehin auf sehr kollegialer Basis stattfindet, soll auch im nächsten Jahr ein derartiges Netzwerktreffen stattfinden.
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22.06.2025
AVN-Mitgliederversammlung
Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung in Krelingen/Walsrode informierte der Anglerverband neben den formell abzuhandelnden Verpflichtungen über seine langjährigen Artenschutzprojekte. Hierbei wurden seinen Mitgliedsvereinen die Möglichkeiten der Förderung und des Einbringens aufgezeigt. Aufgrund der wachsenden Gefährdung verschiedener Fischarten und der Edelkrebse ist ein verstärktes Tätigwerden insgesamt erforderlich. Der Geschäftsführung des Präsidiums im vergangenen Geschäftsjahr wurde uneingeschränkt zugestimmt und es erfolgte eine einstimmige Entlastung. Veränderungen gab es innerhalb des Präsidiums: Christopher Knoke übernimmt den Bereich Jugendarbeit und Jan Schiffers trat von einem Amt als Referent für Umwelt- und Naturschutzangelegenheiten aus beruflichen/persönlichen Gründen zurück. Das Präsidium hofft, hier kurzfristig eine Neubesetzung zu erreichen. Umfassende Änderungen im Bereich Datenschutz wurden ausgiebig diskutiert und werden auf den Weg gebracht. Gleichermaßen will im Bereich digitaler Nutzungsmöglichkeiten der Verband für seine Mitglieder unterstützend tätig werden.  
oben: Die neuen Fischposter des AVN lagen auch im Format A1 zur Mitnahme bereit. Mitte: Kam bei den Delegierten sehr gut an: Die AVN-Biologen waren vor Ort und ansprechbar. unten: Christopher Knoke vom AV Nienburg wurde als neuer AVN-Jugendleiter von den Delegierten bestätigt.
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26.05.2025
Der AVN-Jahresbericht 2024 ist da!
Jetzt den neuen AVN-Jahresbericht herunterladen!  Von „A“ wie Angelvereinsaktionen über „M“ wie Mittellandkanal bis „Z“ wie (Wolga)-Zetti, findet ihr hier beeindruckende Geschichten, klare Positionen und jede Menge Motivation für eigene Projekte. Diese 112 Seiten sind ein lebendiges Zeugnis dafür, wie Anglerinnen und Angler nachhaltige Naturnutzung und Naturschutz zusammenbringen.  
Lesen lohnt sich!
Das sind die Themen
Mittellandkanal im Fokus: Die wichtigsten Infos zur Beangelung kompakt aufbereitet – inklusive Ergebnisse einer großen Fischbergung. Wolgazander, ja wo schwimmen Sie denn? Exkulsive Ergebnisse unseres Bürgerwissenschaftenprojekts zur Verbreitung von Wolgazandern in Niedersachsen. A(a)les zum Fisch des Jahres: Der Lebenszyklus des Aals und wie Angelvereine sich aktiv für den Aalschutz einsetzen. Ehrenamt Deluxe: Unsere Mitgliedsvereine waren aktiv – In der Umweltbildung, Gewässerrenaturierung und beim Naturschutz. Einige Aktionen sind preisgekrönt. Und vieles mehr!
Download
Wir danken allen, die sich 2024 engagiert haben. Ohne Euer Ehrenamt sähe es an unseren Gewässern düster aus. Euer AVN-Team
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06.04.2025
Zukunftstag beim AVN: Auf Tuchfühlung mit Quappe und Edelkrebs
07.04.2025| Sie haben geschrubbt, Steine geschleppt, mikroskopiert und jede Menge gelernt. Vier Jungs der Jahrgangsstufe acht aus dem Großraum Hannover haben am 03. April ihren Zukunftstag auf der AVN-Teichanlage verbracht. Teichwirt und AVN-Biologe Helmut Speckmann hatte die Teilnehmer – alles junge Angler – von 8:00 bis 14:00 Uhr unter seine Fittiche genommen. Der Mix aus Theorie und Praxis zur Erhaltungsnachzucht von Quappen und Edelkrebsen wird nun schon im dritten Jahr in Folge sehr gut angenommen. Edelkrebsen „Guten Tag“ sagen Edelkrebse sind vom Aussterben bedroht. Beim AVN-Zukunftstag bekommen die Helfer eine seltene Gelegenheit, die raren Tiere aus der Nähe zu erleben. Die Kids konnten einige Krebse zunächst mittels Reusen aus dem Wasser ziehen und anschauen, während Helmut ihnen allerlei Spannendes zu berichten wusste. Danach ging es praktisch weiter. Die Becken für die eiertragenden Edelkrebsweibchen mussten geputzt und mit Steinen bestückt werden. So können sich die „Damen“ und ihr Nachwuchs dort künftig hoffentlich wohlfühlen und gut verstecken. Sind die jungen Edelkrebse groß genug, werden sie von Angelvereinen in geeignete Gewässer ausgebracht. So sollen die letzten Edelkrebsbestände in Niedersachsen erhalten bleiben. Zu Mittag bei den Quappen Auch die Quappe ist eine gefährdete Art.  Zur Nachzucht hält der AVN Elterntiere, die es zu versorgen gilt. Frischer Fisch steht auf dem Speiseplan des Raubfischs.  Also entnahm das Team aus der benachbarten Teichwirtschaft eine Forelle. Diese wurde von Speckmann waidmännisch getötet. Gemeinsam mit den Schülern bestimmte er die Organe. Im Anschluss folgte die Quappenfütterung. Danke für euren Einsatz „Es hat wieder jede Menge Spaß gemacht, und man merkt, wie die Aktion etwas bewirkt“, freut sich Helmut. Das sei aber auch nur so, weil die Kids total aktiv dabei waren. Ein dickes Dankeschön für euer Engagement! Was ist der Zukunftstag? Der Zukunftstag wurde in ganz Niedersachsen am 03.04.2025 für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5–9 zur beruflichen Orientierung angeboten. Der AVN beteiligt sich seit drei Jahren an der Aktion und freut sich über das rege Interesse.
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29.08.2024
Tagung: Signalkrebse in der Örtze

Möglichkeiten eines Managements invasiver Flusskrebse durch Angelvereine.

Samstag, 17.08.2024, im OTTER-ZENTRUM Hankensbüttel.

Gekommen, um zu bleiben? Betroffene Angelvereine kennen die Problematik längst: Signalkrebse erobern als invasive Einwanderer mehr und mehr unserer Gewässer. Leidtragende sind zum einen heimische Edelkrebse. Diese haben gegen die konkurrenzstarken Krebspestüberträger keine Chance und verschwinden überall dort, wo die amerikanische Flusskrebsart auftaucht. Die extremen Vermehrungsraten der Signalkrebse lassen zudem vermuten, dass sie unsere Ökosysteme stark beeinträchtigen. Es stellt sich also die Frage, wie man die Ausbreitung eindämmen kann und inwiefern Angelvereine dabei eine Schlüsselrolle übernehmen können. Um dies herauszufinden haben Ökologische Station Südheide (ÖSH) und der Anglerverband Niedersachsen (AVN) in Kooperation mit dem Landkreis Celle unter Mitwirkung örtlicher Angelvereine ein Projekt ins Leben gerufen. Die vorläufigen Ergebnisse wurden am 17. August im OTTER-ZENTRUM vorgestellt, unter den Rednern war auch Matthias Emmrich vom AVN. Was es herauszufinden gilt Seit rund einem Jahr forscht das Projekt „Signalkrebse in der Örtze“ zu bislang ungeklärten Fragen. Zentrale Forschungsfragen sind: - Wie ist die Verteilung von Signalkrebsen entlang der Örtze? - Wie ist das Größen- und Geschlechterverhältnis? - Kann eine intensive Entnahme durch die Fischereiberechtigten ein wirksames Mittel beim    Management des Signalkrebses darstellen? Einen wichtigen Part übernehmen dabei sechs örtliche Angelvereine, die Fangaktionen unter großem ehrenamtlichem Einsatz durchführen. Die wissenschaftlichen Untersuchungen werden im Rahmen von Studierenden-Abschlussarbeiten unter Betreuung des AVN durchgeführt. Der Landkreis Celle unterstützt das Projekt finanziell.   Vorläufige Ergebnisse Da das Projekt noch läuft, gibt es noch kein abschließendes Resümee. Fest steht jedoch: Die Signalkrebse vermehren sich so stark, dass auch durch die bisherige regelmäßige Entnahme der Tiere durch örtliche Angelvereine keine Bestandsreduktion zu erkennen ist. Ein weiteres praktisches Problem mit Blick auf das künftige Management der unliebsamen Eroberer: Obwohl Signalkrebse sehr schmackhaft sind fehlt es momentan an rechtlichen Regelungen, die eine Vermarktung der Krustentiere ermöglichen. Für Angelvereine bedeutet der Kampf gegen die Tiere also derzeit vor allem sehr viel Arbeit, ohne Lohn. Ob dafür im weiteren Projektverlauf eine Lösung gefunden werden kann, bleibt abzuwarten.   Wir danken ganz herzlich den engagierten Angelvereinen: Fischereiverein Eversen Angelverein Oldendorf e.V. von 1988 Angelsportgemeinschaft Müden/Örtze Sportfischerverein Wolthausen SAV Munster e.V. Angelsportclub Sülze e.V   Wie geht es weiter? Das Projekt in seiner derzeitigen Form läuft noch bis Jahresende. Wie es dann weitergeht wird noch entschieden.   Mehr zur Ökologischen Station Südheide Bild: Ökologische Station Südheide (ÖSH)
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30.05.2024
Unser Jahresbericht ist da!
31.05.2024: Nun gibt es endlich wieder eine spannende Lektüre! Der AVN-Geschäftsbericht strotzt vor spannenden Themen, die auch nach dem Berichtsjahr 2023 an Aktualität nicht verloren haben: Fischsterben, Rote Liste, Aalfangverbote sind nur einige Beispiele aus dem prall gefüllten Inhalt. Das Design im Magazincharakter macht diese informativen Zeilen zu einem großen Lesevergnügen. Also direkt reingucken:Übrigens: Weitere Jahresberichte der letzten Jahre findest Du in unserer Infothek.
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Wir sind Dein Experten-Team, wenn es ums Angeln sowie um Gewässer- und Fischartenschutz in Niedersachsen geht. Der AVN setzt sich als Fischereiverband für die Förderung und den Erhalt des Angelns ein. Als Naturschutzverband kämpfen wir für die Aufwertung und den Schutz von Gewässerlebensräumen. Denn nachhaltige Naturnutzung und Naturschutz gehören seit jeher zusammen.
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genießen als AVN-Mitglied folgende Vorteile:
• Vertretung Eurer Interessen gegenüber Öffentlichkeit, Politik, Medien und Behörden
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